Das merkt man erst, wenn man sehr krank ist!

Viele Menschen glauben, glutenfrei zu leben bedeute lediglich, Gluten aus der Ernährung zu streichen. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. In Wirklichkeit gibt es viele Fallstricke, an die wir zunächst gar nicht denken, und viele Menschen erkennen erst im Laufe der Jahre, wo sie Fehler gemacht haben und was sie sonst noch hätten beachten müssen.

  1. Kreuzkontamination - der unsichtbare Feind

Es reicht nicht aus, glutenfreie Produkte zu kaufen, denn schon die geringste Glutenkontamination kann zu Problemen führen. Gemeinsam genutzte Schneidebretter, Utensilien, Küchenutensilien, sogar Toaster oder gemeinsam genutzte Butter können ein Risiko darstellen. Viele glutenempfindliche Menschen stellen erst Jahre später fest, dass ihre wiederkehrenden Symptome nicht darauf zurückzuführen sind, dass sie "aus Versehen etwas gegessen haben", sondern darauf, dass ihre Küche oder ihr Restaurant nicht richtig auf Kreuzkontaminationen geachtet hat.

  1. "Glutenfrei" bedeutet nicht immer gesund

Die glutenfreien Produkte in den Regalen sind oft voller Zucker, Zusatzstoffe und Stärke, um den Mangel an glutenhaltigen Zutaten auszugleichen. Viele Menschen machen den Fehler zu denken, dass etwas, das glutenfrei ist, automatisch auch gesund ist. Tatsächlich sind nährstoffreiche, natürlich glutenfreie Lebensmittel (Gemüse, Obst, Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte) eine viel bessere Wahl als verarbeitete glutenfreie Alternativen.

  1. Erkennung anderer Lebensmittelüberempfindlichkeiten

Viele Menschen denken, dass eine glutenfreie Ernährung all ihre Probleme lösen wird, stellen aber später fest, dass auch andere Lebensmittel Probleme verursachen können. Oft können Milchprodukte, Sojaprodukte oder sogar bestimmte Samen Reizungen verursachen, weil der Darm bereits durch Gluten geschädigt wurde. Daher ist es wichtig, die individuellen Empfindlichkeiten zu ermitteln und eine entsprechende Diät zu entwickeln.

  1. Ernährungsbedingte Defizite

Glutenfrei zu sein bedeutet nicht nur, etwas wegzulassen, sondern auch, bestimmte Nährstoffe zu ersetzen. Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit haben oft einen Mangel an Eisen, Vitamin B12, Folsäure oder Vitamin D, weil sie aufgrund einer Schädigung der Darmwand nicht ausreichend aufgenommen werden können. Es lohnt sich, darauf zu achten und den Mangel gegebenenfalls mit entsprechenden Nahrungsergänzungen oder Nahrungsmitteln auszugleichen.

  1. Die mentalen und emotionalen Auswirkungen

Ein glutenfreier Lebensstil bringt nicht nur körperliche Veränderungen mit sich, sondern auch geistige und emotionale Herausforderungen. Viele Menschen haben damit zu kämpfen, dass sie sich in Restaurants, bei Familientreffen oder bei Veranstaltungen mit Freunden "komisch" fühlen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lernen viele Menschen jedoch, mit diesen Situationen umzugehen und effektiv über ihre Lebensmittelempfindlichkeiten zu sprechen, ohne sich unwohl zu fühlen.

Zusammengefasst:

Bei einem glutenfreien Leben geht es um viel mehr als nur um den Verzicht auf Gluten. Es erfordert Bewusstsein, Weitsicht und ständiges Lernen, um ein wirklich gesundes und ausgewogenes Leben zu führen. Diejenigen, die glauben, dass es ausreicht, Gluten zu meiden, werden mit der Zeit feststellen, dass es sich um einen viel komplexeren Weg handelt - aber wenn man ein glutenfreies Leben vorbereitet und alle Antworten auf alle Fragen kennt, kann man ein glückliches, ausgeglichenes und gesundes Leben führen.

nem csak glutén
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